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RAW

Erstellt: 02.01.2007
Betriebssystem: OSX PantherOSX Tiger
Level: basic
Aktualisiert: 24.06.2007
Kommentare: 0 Kommentare
Bewertung:
Digitale Fotografie
Wer sich mit der Digitalfotografie befasst stolpert früher oder später über diesen Begriff ... RAW
Was steckt dahinter?
Sensordaten liefern Bilder
Das RAW-Format bietet mehr Möglichkeiten für gute Bilder als das altbekannte JPEG-Format.
Der Kamerasensor speichert riesige Mengen an Bildinformationen, die im Bildbearbeitungsprogramm „entwickelt“ werden können - wie früher die Dunkelkammer, einfach auf dem Mac, und zwar digital.

Was ist RAW?

Die Abkürzung RAW bedeutet: Rohdatenformat, ein herstellerabhängiges Dateiformat in der Digitalfotografie (raw=roh engl.)
Mit dem RAW-Format hat man mehr Entwicklungsmöglichkeiten. Der Grund ist, dass der Bildsensor die RAWDaten ohne Bearbeitung auf die Speicherkarte schreibt.
Das geschieht nicht so bei JPEG, wo geschärft, gesättigt und gleich komprimiert wird. Bei jeder Bearbeitung werden Bildinformationen verändert oder gehen verloren und das Bild bereits "entwickelt". Die JPEG-Komprimierung verstärkt Bildfehler wie Moirés(siehe Moiré), Farbsäume und Rauschen.
Im RAW-Format bilden die Daten dagegen eine digitalen Version eines noch nicht entwickelten Filmnegativs. Das bedeutet, dass ich bei der Entwicklung z. B. Unterbelichtungen kompensieren kann.

Jeder Kamerahersteller verwendet jedoch sein eigenes RAW-Format – normale Bildbearbeitungsprogramme versagen hier. Denn die RAW-Daten liegen „roh“ vor und müssen vom RAW-Konverter noch interpretiert und entwickelt werden. Der verwendete Umwandlungs-Algorithmus wirkt sich außerdem stark auf die Bildqualität aus.

Einige RAW-Kamerahersteller liefern eigene Konvertierungsprogramme für den Mac.
Leistungsstarke RAW-Bildbearbeitungsprogramme wie Aperture und Lightroom können jedoch ihre Rohdaten interpretieren. Eine gute Übersicht über Kameras und Software sind bei www.raw-converter.com zu finden.
RAW-Bildbearbeitung
RAW-Daten werden auf den Computer übertragen, dabei werden diese Funktionen durchlaufen: Benennen, Sichern, Auswählen, Bild-, Belichtungs- und Farbkorrektur, Schärfen, Exportieren als JPEG oder TIFF, Archivieren, Präsentieren am Bildschirm oder im Ausdruck.

Meist sind ja viele Bilder zu bearbeiten, darum ist eine automatisierte und ergonomische Unterstützung durch die Bearbeitungssoftware dringend nötig. Wichtig dabei für eine rasche und „richtige“ Auswahl ist daher ein digitales Leuchtpult, auf dem Bilder beliebig bewegt werden können. Der RAW-Konverter sollte anschließend nicht nur gute Bilder liefern, sondern auch Einzel- und Stapelverarbeitung bieten können. Die Entwicklungseinstellungen eines Referenzbildes sollten sich im Programm auf die anderen Bilder der Fotoserieübertragen lassen. Die RAW-Datei bleibt dabei unverändert, die Korrekturdaten werden in einem Dateianhang oder als xml-Datei gespeichert.




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